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Definition laut Wikipedia zur Nah- und Makrofotografie

 „Die Norm DIN 19040 zählt alles im Maßstabbereich zwischen 1:10 und 10:1 als Nah- bzw. Makroaufnahme. In der Makrofotografie wird ein Objekt so vor der Kamera positioniert, dass es auf der Aufnahme sehr groß und detailliert wiedergegeben wird. Im engeren Sinne spricht man von Makrofotografie, wenn das Bild des Objekts auf dem Kamerasensor genauso groß erscheint wie das Objekt selbst; der Abbildungsmaßstab ist dann exakt 1, auch als 1:1 dargestellt.“

DIN = Deutsches Institut für Normung

Gut zu Wissen, das gute Fotografen in Deutschland nicht nach dem Gefühl oder Optik, sondern nach einer DIN Norm arbeiten. Was mir jetzt noch fehlt, ist die DIN Norm für ein gutes Foto. Bin gespannt, wann die veröffentlicht wird. Gerüchte weise soll sie schon im Kanzleramt gesehen worden sein.

Hier die oben genannte DIN Norm, für Nicht- oder angehende Fotografen, sowie Normalsterbliche.

Wenn ich eine Fliege incl. eines Blattes fotografiere, so handelt es sich um „normal“ Fotografie.
Fotografiere ich die selbe Fliege Bildfüllend, so handelt es sich um Nahfotografie.
Fotografiere ich von der Fliege nur das Auge, so handelt es sich um Makrofotografie.
Fotografiere ich der Fliege quasi ins Auge hinein, so handelt es sich um Mikrofotografie.

Für diese Definition benötigt man keine Verhältniszahl oder die verwirrenden Angaben der Hersteller auf den Objektiven. Schafft das Objektiv bestimmte Situationen nicht, weil es sich z.B. nicht scharfstellen lässt, so benötigt man ein anders Objektiv oder ergänzende Teile, wie z.B. Zwischenringe, Balgengeräte und soweiter.

Ein Gedankenspiel soll Bitte mal erlaubt sein:

Wenn ich den Schüttgutfrachter Berge Stahl am Kai im Rotterdamer Hafen incl. umliegendem Hafengelände fotografiere, so handelt es sich um „normal“ Fotografie. Fotografiere ich die Berge Stahl Bildfüllend, so handelt es sich für mich auch um eine Art der Nahaufnahme (s. Bild). Fotografiere ich nur die Schiffsschraube der Berge Stahl im Trockendock, so handelt es sich für mich dabei auch um eine Art von Makrofotografie.

Zum Verständnis was ich meine:
Berge Stahl: Länge 340m, Breite 63m, Tiefgang 23m, Schiffsschraube 9m

Wie komme ich dazu, das so zu sehen? Nun, die Schiffsschraube ist nur ein „winziger“ Teil des gesamten rissigen Schiffs, so wie das Auge der Fliege.

Sieht man es mal so, ist die DIN völlig überfordert. So, nach dem Gedankenspiel sind nun wohl alle Definition verliebten Fotografen auf der Palme oben angekommen. Ich sagen nur: „Nun kommt mal wieder runter. Jeder Jeck ist anders und ich sehe das nun mal so für mich.“ Leider war es mir, außer in einem Dokumentarvideo, noch nicht vergönnt, der Berge Stahl zu begegnen und erst recht nicht im Trockendock, für die Schraubenaufnahme. Das Gedankenspiel ist somit noch nicht Wirklichkeit geworden, wir können uns also auf die „normale“ DIN Definition der Nahfotografie und Makrofotografie wieder einigen.

Meine Ziele in der Nahfotografie

Beispiel für die Nahfotografie

Klar möchte ich bei dieser Art der Fotografie, kleine Dinge ganz groß raus bringen. Aber es sollen dabei keine Dokumentaraufnahme oder Redaktionsbilder entstehen. Außer es handelt sich um eine Produktfotografie (s. z.B. nächstes Bild) für einen Firmenkatalog. Den Anspruch der Kunst möchte ich in meinen Nahaufnahmen schon folgen und nehme mir die eine oder andere Freiheit.

Beispiel für eine mögliche Art der Produktfotografie

Zum Beispiel, wenn es um die Tiefenschärfe im Foto geht. Ich sehe das Spiel mit der Tiefenschärfe / Unschärfe als Gestaltungsmerkmal an und nutze sie sehr gerne und oft.

Mein Ziel in der Makrofotografie

Beispiel für Nahfotografie und Makrofotografie

Gehen sie ganz nahe an ein Motiv heran …
zu weit weg, noch näher !!

Schade, Ihr Auge spielt da nicht mehr mit? Sie sehen alles nur noch Verschwommen. Kein Problem, denn genau das, was sie jetzt eigentlich sehen sollten, versuche ich zu zeige in meiner Makrofotografie. Sie sehen, auch unsere Sehmöglichkeiten sind endlich und nur für bestimmte Bereich geschaffen und zwar für so das der Menschen Überleben kann. Ein Fliegenauge zu sehen, ist halt nicht Überlebenswichtig, aber sehr Interessant.

Fotostacking – eine Technik zur Nahfotografie und Makrofotografie

Fotostacking in der Nahfotografie und Makrofotografie

Unser menschliches Auge zoomt mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit, so das wir fast immer das Gefühl, der absoluten Schärfe haben. Bis wir wie oben gezeigt, an seine Grenzen stoßen. Die heutige Kameratechnik ist aber dazu aber normal auch nicht in der Lage. Bei der Fotografie, ist das eine Frage der jeweiligen optischen Möglichkeiten des eingesetzten Equipments. Um diese Möglichkeit aber zu erweitern, wird in der Makrofotografie oft auf das sogenannte Fotostacking Verfahren zurück gegriffen. Hier bei wird eine Belichtungsreihe angefertigt. Jedes Bild nimmt dabei einen bestimmten Bereich des Motivs scharf auf, so weit es die Optik zulässt.

Je nach Motiv und Optik, können dabei z.B. mal 50 Einzelbildern erforderlich werden, um das Motiv in allen Bereich einmal Scharf aufgenommen zu haben. Mit moderne Software ist es dann möglich, jeweils den scharfen Teil eines jeden Bildes zu entnehmen und zu einem gesamten scharfen Bild zusammen zu montieren. Bei 50 Bilder im Vollformat, kommt da so mancher Heim-PC ganz schön ans rüdeln und der Fotograf hat Zeit, andere Dinge zu machen. (z.B. solche Texte zu verfassen.)

Liegt das Bild dann vor, geht es an die auch sonst übliche Bildbearbeitung, bis hin zur Finalisierung des Bildes.

Zusammenfassung

Ziel meiner Nahfotografie und Makrofotografie ist es, kleine Dinge ganz groß zu zeigen, an denen man sonst einfach vorbei laufen würde. Das kann ein kleiner Pilz, eine abgenutzte Schraube oder Details eines Insektes sein. Halt kleine Dinge. Nicht die Dinge die im Microbereich liegen, dazu fehlt mir noch die Ausrüstung.